Haie

14.03.2025 | Keine Kommentare

Haie faszinierten mich seit meiner Kindheit. Mich persönlich interessiert weniger bis nicht ihre potentielle Gefährlichkeit, sondern dass man sie schützen muss, wenn sie nicht aussterben sollen und vor allem, dass Haie scheinbar mühelos mit Leichtigkeit vorwärts kommen, ohne jede Anstrengung, ähnlich wie ein Adler in der Luft, welcher die Thermik nutzt.

Jetzt der Widerspruch:
Zu Zeiten, als die Klimaerwärmung noch kein Thema war, hatte ich das Glück, insgesamt über tausend verschiedensten Haien begegnen zu können, über einen Zeitraum von ca. 30 Jahren. Jetzt mit 61 Jahren; alle Fähigkeiten z.B. das Tauchen, die man aufgibt, kommen nicht mehr wieder zurück. Schöne Pflanzen gibt es vor der Haustüre, auch die anmutigen Steinböcke in der nächsten Nähe, aber Haie im Vierwaldstädtersee, das gibt es nicht. Da müsste man schon 60 Millionen Jahre zurück, als das Jura-Meer noch existierte.

Ich bin da hin- und hergerissen zwischen der Vernunft, nicht mehr zu fliegen und der beinahe «Sucht», Haien im offenen Meer wieder zu begegnen. Dass man als Mensch beliebig und ungestört diesen grossen Raubtieren auf Augenhöhe frei begegnen darf, ist ein schönes Geschenk von Darwin. Im Gegenteil, es ist schwierig, sich überhaupt auf Fotodistanz den Haien zu nähern, das Interesse der Haie an Menschen hält sich in engen Grenzen, Haie, gerade auch die grossen kräftemässig völlig überlegenen Haie, flüchten mehrheitlich vor den Tauchern.

Wieso soll sich im riesen Ozean, ausgerechnet dort, wo ich vom Schiff in das Meer gleite, ein Hai aufhalten? Der hat besseres zu tun, als für mich Fotomodel zu sein. Dann und wann hat man Glück und es kommt zu einer Begegnung.

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